Geschichte der PDL

Die PDL (aus dem Französischen: Psychodramaturgie Linguistique) wurde ab 1977 von Dr. Bernard und Marie Dufeu konzipiert und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel war es, einen pädagogischen Ansatz zu entwickeln, der den Namen kommunikativ wirklich verdient. Eine Methode, die gezielt die sprachlichen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen berücksichtigt und die freie, spontane Ausdrucksmöglichkeit in der Fremdsprache fördert.

Quellen

Das Psychodrama von J. L. Moreno und die Dramaturgie sind wichtige Grundlagen der PDL, die für den Sprachunterricht und den pädagogischen Ansatz angepasst wurden. Weitere wesentliche Einflüsse sind u.a. die Expression Spontanée von Willy Urbain und die Verbo-Tonale Methode von Petar Guberina. 

 

Prinzipien

Die PDL ist eine Pädagogik der Begegnung. Die Fremdsprache wird Mittel zur authentischen Kommunikation in der Gruppe. Die PDL ist teilnehmer- und gruppenorientiert. Der Mensch wird in seiner Ganzheit angesprochen: Körper, Gefühl und Intellekt.

 

Merkmale

  • Die Wichtigkeit der Aussprache für den gesamten Spracherwerb;
  • Die Berücksichtigung der doppelten Dimension des Spracherwerbs (Inhaltsebene/ Verhaltensebene);
  • Die Förderung von Fähigkeiten, Kompetenzen, Haltungen und Einstellungen, die den gesamten Spracherwerbsprozess intensivieren und erleichtern;
  • Sprache wird erlebt, statt vorwiegend gelernt. Sie ist Ausdruck eigener Gedanken und Empfindungen, ab dem ersten Schritt in die Sprache;
  • Die relationelle Progression als Raster für den Spracherwerb, bei der die TeilnehmerInnen die Sprache zunächst in Beziehung zu sich selbst und dann zum Anderen erleben;
  • Der Gebrauch neutraler Masken in den ersten Tagen zur besseren Wahrnehmung der prosodischen Merkmale einer Sprache und zur besseren Konzentration;
  • Das Konzept der dramaturgischen Kräfte beim Aufbau der Übungen und der Auswahl der Texte.

  

Anwendungsbereiche

Die PDL eignet sich für Gruppen- und Einzelunterricht und wird in verschiedenen Schulungskontexten und für verschiedene Zwecke angewandt, wie z.B.: in der Erwachsenenbildung im Privat- und Firmenbereich, für Kinder und Jugendliche, für Integrations- und Inklusionskurse. Sie wird u.a. als Vorbereitung für mündliche Prüfungen im Schulbereich sowie für den Aufbau kommunikativer Kompetenzen eingesetzt.

 

 

 

Hier können Sie mehr über die PDL-Methode lesen

 

http://www.psychodramaturgie.de