Von einer Pädagogik des Habens zu einer Pädagogik des Seins - Ein Paradigmenwechsel und seine praktischen Konsequenzen

Die Psychodramaturgie vollzieht im Sprachenunterricht durch ihre Teilnehmer- und Gruppenorientierung einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel. Während die Pädagogik des Habens auf dem Lernen von Inhalten beruht, gründet die Psychodramaturgie auf einer Pädagogik des Seins, die den Menschen ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt. Die Pädagogik des Seins beruht auf einer Konzeption des Menschen und seiner Entwicklung, die die Kommunikationsprozesse, die Beziehungsformen in der Gruppe und das Rollenverständnis der Trainerin/des Trainers und der TeilnehmerInnen prägt. Dies stellt einige Selbstverständlichkeiten infrage, die die methodologischen Schwerpunkte des konventionellen Unterrichts prägen, wie beispielsweise den Zugang zur Sprache, die Unterrichtsphasen oder die sprachliche Progression. In diesem Vortrag werde ich einige dieser Perspektivenunterschiede und ihre Konsequenzen für den Erwerbs- und Lernprozess verdeutlichen.

Bernard Dufeu, von 1966 bis 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz. Er arbeitet in der Lehrerfortbildung seit 1971. Er entwickelt seit 1977 mit seiner Frau, Marie Dufeu, die Psychodramaturgie Linguistique. Er ist Autor zahlreicher Aufsätze und mehrerer Bücher im Bereich des Fremdsprachenunterrichts. Mehr erfahren Sie unter "Publikationen/Bibliographie" und "Über uns" in www.psychodramaturgie.de